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  <title>Eske Bockelmann Gedanken und Theorien</title>

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  <copyright>© 2026 Eske Bockelmann Gedanken und Theorien</copyright>
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  <itunes:author>Jurg Conzett</itunes:author>
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  <description><![CDATA[<p>Eske Bockelmann ist ein Forscher mit der seltenen Gabe, dem Geld präzise Begriffe zu geben. Denn ohne klare Begriffe bleibt jede Diskussion im Chaos stecken – wie so oft beim Thema Geld. Indem er diese sprachliche Grundlage geschaffen hat, legte er einen festen Baustein im Wissensfundament des MoneyMuseums, auf dem seither viele Gespräche und Einsichten aufbauen.</p>]]></description>
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     <title>Eske Bockelmann Gedanken und Theorien</title>
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    <itunes:title>Frank Calloway: Der Fall Geld (ein Spielfilm)</itunes:title>
    <title>Frank Calloway: Der Fall Geld (ein Spielfilm)</title>
    <itunes:summary><![CDATA[Geld fühlt sich neutral an, fast unsichtbar. Wir starten beim Kaffee an der Kasse und ziehen den Vorhang weg: Warum hat ein Geldschein keinen „inneren“ Wert, weshalb ist die Zahl in deiner Banking-App am Ende ein Versprechen, und wieso funktioniert das alles nur, solange wir kollektiv an die Zukunft glauben? Entlang der Argumente aus Frank Callaways „Der Fall Geld“ sortieren wir Nutzen, Wert und Vertrauen neu und zeigen, wie aus Dingen erst durch Preisvergleich „Wert“ wird.   Dann wird e...]]></itunes:summary>
    <description><![CDATA[<p>Geld fühlt sich neutral an, fast unsichtbar. Wir starten beim Kaffee an der Kasse und ziehen den Vorhang weg: Warum hat ein Geldschein keinen „inneren“ Wert, weshalb ist die Zahl in deiner Banking-App am Ende ein Versprechen, und wieso funktioniert das alles nur, solange wir kollektiv an die Zukunft glauben? Entlang der Argumente aus Frank Callaways „Der Fall Geld“ sortieren wir Nutzen, Wert und Vertrauen neu und zeigen, wie aus Dingen erst durch Preisvergleich „Wert“ wird. <br/><br/>Dann wird es technisch und brisant: Wir sprechen über Fiatgeld, Kreditschöpfung und die überraschende Realität, dass Banken bei der Kreditvergabe neues Geld per Buchung erzeugen. Daraus folgt die Zinsfrage, die sich wie ein Kinderspiel anfühlt und doch die große Maschine beschreibt: Wenn für Zinsen immer zusätzliches Geld gebraucht wird, entsteht ein struktureller Druck zu neuen Krediten und damit zu ständigem Wirtschaftswachstum. Konkurrenz wirkt in dieser Logik weniger wie fairer Wettbewerb, sondern wie ein permanenter Verdrängungskampf. <br/><br/>Zum Schluss verbinden wir Geldsystem, Staat und Privateigentum mit den Grenzen des Planeten. Wenn exponentielles Wachstum auf endliche Ressourcen, CO₂-Budgets und fragile Ökosysteme trifft, wird aus einer abstrakten Rechenlogik eine sehr physische Krise. Als Gegenbild wagen wir ein Gedankenexperiment: Wie würde eine Gesellschaft aussehen, wenn Geld mit der Zeit an Wert verliert, statt sich über Zinsen zu vermehren? Abonniere den Podcast, teile die Folge mit jemandem, der bei Geldfragen gerne tiefer geht, und hinterlasse uns eine Bewertung: Welche Idee lässt dich danach nicht mehr los?</p>]]></description>
    <content:encoded><![CDATA[<p>Geld fühlt sich neutral an, fast unsichtbar. Wir starten beim Kaffee an der Kasse und ziehen den Vorhang weg: Warum hat ein Geldschein keinen „inneren“ Wert, weshalb ist die Zahl in deiner Banking-App am Ende ein Versprechen, und wieso funktioniert das alles nur, solange wir kollektiv an die Zukunft glauben? Entlang der Argumente aus Frank Callaways „Der Fall Geld“ sortieren wir Nutzen, Wert und Vertrauen neu und zeigen, wie aus Dingen erst durch Preisvergleich „Wert“ wird. <br/><br/>Dann wird es technisch und brisant: Wir sprechen über Fiatgeld, Kreditschöpfung und die überraschende Realität, dass Banken bei der Kreditvergabe neues Geld per Buchung erzeugen. Daraus folgt die Zinsfrage, die sich wie ein Kinderspiel anfühlt und doch die große Maschine beschreibt: Wenn für Zinsen immer zusätzliches Geld gebraucht wird, entsteht ein struktureller Druck zu neuen Krediten und damit zu ständigem Wirtschaftswachstum. Konkurrenz wirkt in dieser Logik weniger wie fairer Wettbewerb, sondern wie ein permanenter Verdrängungskampf. <br/><br/>Zum Schluss verbinden wir Geldsystem, Staat und Privateigentum mit den Grenzen des Planeten. Wenn exponentielles Wachstum auf endliche Ressourcen, CO₂-Budgets und fragile Ökosysteme trifft, wird aus einer abstrakten Rechenlogik eine sehr physische Krise. Als Gegenbild wagen wir ein Gedankenexperiment: Wie würde eine Gesellschaft aussehen, wenn Geld mit der Zeit an Wert verliert, statt sich über Zinsen zu vermehren? Abonniere den Podcast, teile die Folge mit jemandem, der bei Geldfragen gerne tiefer geht, und hinterlasse uns eine Bewertung: Welche Idee lässt dich danach nicht mehr los?</p>]]></content:encoded>
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    <pubDate>Thu, 03 Sep 2026 15:00:00 +0200</pubDate>
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  <psc:chapter start="0:00" title="Warum Geld Unsichtbar Macht" />
  <psc:chapter start="2:25" title="Von Münzen Zu Abstrakter Macht" />
  <psc:chapter start="4:30" title="Nutzen Ist Nicht Wirtschaftlicher Wert" />
  <psc:chapter start="7:05" title="Goldstandard Illusion Und Zukunftsglaube" />
  <psc:chapter start="8:35" title="Kredite Erzeugen Geld Aus Dem Nichts" />
  <psc:chapter start="10:20" title="Zinslogik Als Wachstumszwang" />
  <psc:chapter start="13:05" title="Staat Privateigentum Und Der Zaun" />
  <psc:chapter start="16:35" title="Konkurrenz Als Existenzkampf" />
  <psc:chapter start="17:55" title="Wachstum Trifft Auf Planetare Grenzen" />
  <psc:chapter start="21:40" title="Gedankenexperiment Verrottendes Geld" />
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    <itunes:title>Eske Bockelmann zu Gaben und archaischen Zahlungsmittel</itunes:title>
    <title>Eske Bockelmann zu Gaben und archaischen Zahlungsmittel</title>
    <itunes:summary><![CDATA[Geld wirkt wie das nüchternste Werkzeug der Welt: klare Zahlen, klare Abzüge, keine Gefühle. Genau diese Sicherheit nehmen wir uns heute vor und drehen sie um, denn die spannendste Frage ist nicht, wie gut Geld rechnet, sondern was es mit Beziehungen macht. Wir räumen mit dem Tauschhandel-Mythos auf und schauen dorthin, wo viele Theorien beginnen: in kleinen Gemeinschaften, in denen Gabe, soziale Schuld und gegenseitige Verpflichtung das eigentliche „Zahlungsmittel“ sind.  Anhand archaischer ...]]></itunes:summary>
    <description><![CDATA[<p>Geld wirkt wie das nüchternste Werkzeug der Welt: klare Zahlen, klare Abzüge, keine Gefühle. Genau diese Sicherheit nehmen wir uns heute vor und drehen sie um, denn die spannendste Frage ist nicht, wie gut Geld rechnet, sondern was es mit Beziehungen macht. Wir räumen mit dem Tauschhandel-Mythos auf und schauen dorthin, wo viele Theorien beginnen: in kleinen Gemeinschaften, in denen Gabe, soziale Schuld und gegenseitige Verpflichtung das eigentliche „Zahlungsmittel“ sind.<br/><br/>Anhand archaischer Währungen wie Tabu in Papua-Neuguinea und der aufwendig hergestellten Federrollen von Santa Cruz sprechen wir darüber, warum Wert oft aus investierter Lebenszeit, Ritual und Respekt entsteht. Wir streifen Prestigeökonomien wie Moka, in denen Ansehen nicht durch Horten, sondern durch radikale Großzügigkeit wächst und in denen Reichtum als Netzwerk aus Bindungen verstanden wird. Selbst die Kaurischnecke, oft als erste globale Währung beschrieben, beginnt weniger als Shoppinggeld, sondern als Mittel, Allianzen, Tribute und Friedensordnungen zu sichern.<br/><br/>Dann prallt diese Logik auf die moderne Marktwirtschaft: Bezahlen als „Liquidation“ beendet Verpflichtung und trennt Menschen sauber voneinander. Wir fragen, warum der gemeinsame Markt im langen 16. Jahrhundert Geld immer abstrakter machen musste und was es bedeutet, wenn ein System Handlungen primär nach Profitabilität bewertet, ohne moralische Ebene. Zum Schluss wird es persönlich: Könnte die viel beschriebene Einsamkeit auch ein ökonomischer Nebeneffekt sein, weil wir uns aus Bindungen freikaufen?<br/><br/></p>]]></description>
    <content:encoded><![CDATA[<p>Geld wirkt wie das nüchternste Werkzeug der Welt: klare Zahlen, klare Abzüge, keine Gefühle. Genau diese Sicherheit nehmen wir uns heute vor und drehen sie um, denn die spannendste Frage ist nicht, wie gut Geld rechnet, sondern was es mit Beziehungen macht. Wir räumen mit dem Tauschhandel-Mythos auf und schauen dorthin, wo viele Theorien beginnen: in kleinen Gemeinschaften, in denen Gabe, soziale Schuld und gegenseitige Verpflichtung das eigentliche „Zahlungsmittel“ sind.<br/><br/>Anhand archaischer Währungen wie Tabu in Papua-Neuguinea und der aufwendig hergestellten Federrollen von Santa Cruz sprechen wir darüber, warum Wert oft aus investierter Lebenszeit, Ritual und Respekt entsteht. Wir streifen Prestigeökonomien wie Moka, in denen Ansehen nicht durch Horten, sondern durch radikale Großzügigkeit wächst und in denen Reichtum als Netzwerk aus Bindungen verstanden wird. Selbst die Kaurischnecke, oft als erste globale Währung beschrieben, beginnt weniger als Shoppinggeld, sondern als Mittel, Allianzen, Tribute und Friedensordnungen zu sichern.<br/><br/>Dann prallt diese Logik auf die moderne Marktwirtschaft: Bezahlen als „Liquidation“ beendet Verpflichtung und trennt Menschen sauber voneinander. Wir fragen, warum der gemeinsame Markt im langen 16. Jahrhundert Geld immer abstrakter machen musste und was es bedeutet, wenn ein System Handlungen primär nach Profitabilität bewertet, ohne moralische Ebene. Zum Schluss wird es persönlich: Könnte die viel beschriebene Einsamkeit auch ein ökonomischer Nebeneffekt sein, weil wir uns aus Bindungen freikaufen?<br/><br/></p>]]></content:encoded>
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    <pubDate>Wed, 02 Sep 2026 17:00:00 +0200</pubDate>
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  <psc:chapter start="0:00" title="Mathematische Klarheit Von Geld" />
  <psc:chapter start="3:10" title="Der Tauschhandel-Mythos Fällt In Sich" />
  <psc:chapter start="5:05" title="Schulden Als Soziales Band" />
  <psc:chapter start="9:05" title="Tabu Und Wert Aus Lebenszeit" />
  <psc:chapter start="11:52" title="Status Entsteht Durch Weggeben" />
  <psc:chapter start="13:11" title="Kaurischnecken Als Globale Bündnisse" />
  <psc:chapter start="15:09" title="Moderne Zahlung Als Liquidation" />
  <psc:chapter start="19:48" title="Der Gemeinsame Markt Im 16 Jahrhundert" />
  <psc:chapter start="21:48" title="Wenn Geld Keine Moral Kennt" />
  <psc:chapter start="24:21" title="Freiheit Einsamkeit Und Die Wahl Im Alltag" />
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    <itunes:title>Im Takt des Geldes. 2004, ein bahnbrechendes Buch. Eske Bockelmann</itunes:title>
    <title>Im Takt des Geldes. 2004, ein bahnbrechendes Buch. Eske Bockelmann</title>
    <itunes:summary><![CDATA[Tick-Tack klingt nach Wahrheit, nach etwas, das einfach „da“ ist. Wir drehen diese Selbstverständlichkeit um und fragen: Was, wenn der Takt gar nicht im Geräusch steckt, sondern von uns hineingehört wird? Ausgangspunkt ist Eske Bockelmanns Buch „Im Takt des Geldes“ und die These, dass unser modernes Rhythmusgefühl keine uralte Biologie ist, sondern ein historisch entstandener Wahrnehmungsfilter.   Wir gehen über Wahrnehmungspsychologie direkt ins Labor: Georg Dietzes Metronom-Experiment ...]]></itunes:summary>
    <description><![CDATA[<p>Tick-Tack klingt nach Wahrheit, nach etwas, das einfach „da“ ist. Wir drehen diese Selbstverständlichkeit um und fragen: Was, wenn der Takt gar nicht im Geräusch steckt, sondern von uns hineingehört wird? Ausgangspunkt ist Eske Bockelmanns Buch „Im Takt des Geldes“ und die These, dass unser modernes Rhythmusgefühl keine uralte Biologie ist, sondern ein historisch entstandener Wahrnehmungsfilter. <br/><br/>Wir gehen über Wahrnehmungspsychologie direkt ins Labor: Georg Dietzes Metronom-Experiment zeigt, dass identische Schläge trotzdem als betont und unbetont erlebt werden. Dieses Phänomen nennt sich Taktsynthese, eine unbewusste Gruppierungsleistung des Gehirns. Danach springen wir zurück in die Antike, wo „Rhythmus“ eher Fließen, Proportion und Dauer bedeutet: Quantitätsrhythmik, Dactylus, Zeitbausteine statt Beat. Im Mittelalter begegnen wir Mensuralnotation und der Idee, dass Zeit erst im Vollzug von Klang entsteht, nicht als leere Hülle. <br/><br/>Der große Bruch passiert um 1600 fast geräuschlos: René Descartes beschreibt den modernen Takt, Martin Opitz zwingt deutsche Dichtung in betont-unbetont, und plötzlich wird das Raster zur scheinbaren Natur. Am Ende steht Bockelmanns stärkster Gedanke: Mit der Entstehung moderner Geldwirtschaft und abstraktem Tauschwert lernen wir womöglich, auch Zeit in gleichwertige Einheiten zu zerlegen. Wenn du danach Schritte auf Asphalt oder eine Uhr hörst, klingt das Tick-Tack vielleicht anders. Abonniere den Podcast, teile die Folge und schreib uns: Wo hörst du deinen inneren Takt am stärksten?</p>]]></description>
    <content:encoded><![CDATA[<p>Tick-Tack klingt nach Wahrheit, nach etwas, das einfach „da“ ist. Wir drehen diese Selbstverständlichkeit um und fragen: Was, wenn der Takt gar nicht im Geräusch steckt, sondern von uns hineingehört wird? Ausgangspunkt ist Eske Bockelmanns Buch „Im Takt des Geldes“ und die These, dass unser modernes Rhythmusgefühl keine uralte Biologie ist, sondern ein historisch entstandener Wahrnehmungsfilter. <br/><br/>Wir gehen über Wahrnehmungspsychologie direkt ins Labor: Georg Dietzes Metronom-Experiment zeigt, dass identische Schläge trotzdem als betont und unbetont erlebt werden. Dieses Phänomen nennt sich Taktsynthese, eine unbewusste Gruppierungsleistung des Gehirns. Danach springen wir zurück in die Antike, wo „Rhythmus“ eher Fließen, Proportion und Dauer bedeutet: Quantitätsrhythmik, Dactylus, Zeitbausteine statt Beat. Im Mittelalter begegnen wir Mensuralnotation und der Idee, dass Zeit erst im Vollzug von Klang entsteht, nicht als leere Hülle. <br/><br/>Der große Bruch passiert um 1600 fast geräuschlos: René Descartes beschreibt den modernen Takt, Martin Opitz zwingt deutsche Dichtung in betont-unbetont, und plötzlich wird das Raster zur scheinbaren Natur. Am Ende steht Bockelmanns stärkster Gedanke: Mit der Entstehung moderner Geldwirtschaft und abstraktem Tauschwert lernen wir womöglich, auch Zeit in gleichwertige Einheiten zu zerlegen. Wenn du danach Schritte auf Asphalt oder eine Uhr hörst, klingt das Tick-Tack vielleicht anders. Abonniere den Podcast, teile die Folge und schreib uns: Wo hörst du deinen inneren Takt am stärksten?</p>]]></content:encoded>
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    <pubDate>Wed, 02 Sep 2026 12:00:00 +0200</pubDate>
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  <psc:chapter start="0:00" title="Geräusche Die Sich Sicher Anfühlen" />
  <psc:chapter start="1:07" title="Der Takt Als Neuzeitliche Erfindung" />
  <psc:chapter start="2:01" title="Der Ursprungsmythos Vom Gehen" />
  <psc:chapter start="3:08" title="Das Metronom Experiment Entlarvt Alles" />
  <psc:chapter start="5:58" title="Antiker Rhythmus Als Zeitproportion" />
  <psc:chapter start="12:02" title="Mittelalterliche Zeit Ohne Tick-Tack" />
  <psc:chapter start="15:28" title="Der Lautlose Umbruch Um 1600" />
  <psc:chapter start="21:54" title="Warum Geld Unseren Takt Prägt" />
  <psc:chapter start="24:16" title="Schlussgedanken Und Hör-Experiment" />
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    <itunes:title>Money Understanding Modern Society, Edition 2025. Eske Bockelmann</itunes:title>
    <title>Money Understanding Modern Society, Edition 2025. Eske Bockelmann</title>
    <itunes:summary><![CDATA[Geld fühlt sich an wie Physik: stabil, messbar, unpersönlich. Wir halten Münzen, Scheine und Kontostände für eine Art Naturkonstante, die einfach da ist. Genau dieses Gefühl nehmen wir auseinander, indem wir mit Eske Bockelmanns Perspektive auf die Geldgeschichte den größten Mythos der Wirtschaft entlarven: die Erzählung, Geld sei „logisch“ aus Tauschhandel entstanden. Je tiefer wir graben, desto klarer wird: Diese Story spiegelt vor allem unser modernes Marktdenken zurück, nicht die Realität...]]></itunes:summary>
    <description><![CDATA[<p>Geld fühlt sich an wie Physik: stabil, messbar, unpersönlich. Wir halten Münzen, Scheine und Kontostände für eine Art Naturkonstante, die einfach da ist. Genau dieses Gefühl nehmen wir auseinander, indem wir mit Eske Bockelmanns Perspektive auf die Geldgeschichte den größten Mythos der Wirtschaft entlarven: die Erzählung, Geld sei „logisch“ aus Tauschhandel entstanden. Je tiefer wir graben, desto klarer wird: Diese Story spiegelt vor allem unser modernes Marktdenken zurück, nicht die Realität vormoderner Gesellschaften. <br/><br/>Wir sprechen darüber, warum im europäischen Mittelalter das Konzept eines universellen Tauschwertes in vielen Köpfen gar nicht existiert und weshalb Münzen allein noch kein „Geld“ im heutigen Sinn sind. Stattdessen dominiert eine Welt aus Verpflichtungen, Geschenken und sozialer Wiedergutmachung: vom Gastgeschenk als letztem vertrauten Rest bis zu Anthropologie-Beispielen wie dem Hau der Maori und dem Kularing, wo Güter zirkulieren müssen, damit Gemeinschaft hält. Auch die Ilias wird plötzlich lesbar: Achills Zorn steht für einen existenziellen Bruch von Ordnung, und „Zahlung“ erscheint als Vergeltung, nicht als anonymer Kaufakt. <br/><br/>Dann kippt die Geschichte im Hochmittelalter: Bevölkerungsexplosion, das Ende stabiler Feudalnetze, „Stadtluft macht frei“ und gleichzeitig die brutale Abhängigkeit vom Kaufen. Erst hier entsteht der Zwang, Arbeit und Dinge über abstrakten Wert vergleichbar zu machen und damit das Geld, das wir heute kennen. Wenn dich diese Sicht herausfordert, teile die Folge, abonniere den Podcast und hinterlasse eine Bewertung. Welche Idee über Geld willst du nach dem Hören nicht mehr einfach so hinnehmen?</p>]]></description>
    <content:encoded><![CDATA[<p>Geld fühlt sich an wie Physik: stabil, messbar, unpersönlich. Wir halten Münzen, Scheine und Kontostände für eine Art Naturkonstante, die einfach da ist. Genau dieses Gefühl nehmen wir auseinander, indem wir mit Eske Bockelmanns Perspektive auf die Geldgeschichte den größten Mythos der Wirtschaft entlarven: die Erzählung, Geld sei „logisch“ aus Tauschhandel entstanden. Je tiefer wir graben, desto klarer wird: Diese Story spiegelt vor allem unser modernes Marktdenken zurück, nicht die Realität vormoderner Gesellschaften. <br/><br/>Wir sprechen darüber, warum im europäischen Mittelalter das Konzept eines universellen Tauschwertes in vielen Köpfen gar nicht existiert und weshalb Münzen allein noch kein „Geld“ im heutigen Sinn sind. Stattdessen dominiert eine Welt aus Verpflichtungen, Geschenken und sozialer Wiedergutmachung: vom Gastgeschenk als letztem vertrauten Rest bis zu Anthropologie-Beispielen wie dem Hau der Maori und dem Kularing, wo Güter zirkulieren müssen, damit Gemeinschaft hält. Auch die Ilias wird plötzlich lesbar: Achills Zorn steht für einen existenziellen Bruch von Ordnung, und „Zahlung“ erscheint als Vergeltung, nicht als anonymer Kaufakt. <br/><br/>Dann kippt die Geschichte im Hochmittelalter: Bevölkerungsexplosion, das Ende stabiler Feudalnetze, „Stadtluft macht frei“ und gleichzeitig die brutale Abhängigkeit vom Kaufen. Erst hier entsteht der Zwang, Arbeit und Dinge über abstrakten Wert vergleichbar zu machen und damit das Geld, das wir heute kennen. Wenn dich diese Sicht herausfordert, teile die Folge, abonniere den Podcast und hinterlasse eine Bewertung. Welche Idee über Geld willst du nach dem Hören nicht mehr einfach so hinnehmen?</p>]]></content:encoded>
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    <pubDate>Wed, 02 Sep 2026 11:00:00 +0200</pubDate>
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  <psc:chapter start="1:43" title="Der Tauschhandel-Mythos Zerbricht" />
  <psc:chapter start="6:09" title="Münzen Sind Nicht Automatisch Geld" />
  <psc:chapter start="7:23" title="Überleben Durch Verpflichtung Und Geschenke" />
  <psc:chapter start="12:41" title="Hau Und Kularing Als Sozialmotor" />
  <psc:chapter start="15:48" title="Achills Zorn Und Ursprung Von Schuld" />
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  <psc:chapter start="23:20" title="Warum Lokaler Profit Verachtet War" />
  <psc:chapter start="25:33" title="Städte Als Bruch Mit Feudalen Netzen" />
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    <itunes:title>Geld_kritisch booklet. Die Tagungsprotokolle zum Buch</itunes:title>
    <title>Geld_kritisch booklet. Die Tagungsprotokolle zum Buch</title>
    <itunes:summary><![CDATA[Geld ist nicht das neutrale Ding in deiner Hosentasche, es ist eine Logik, die unser Zusammenleben ordnet. Wir starten bei einer scheinbar harmlosen Schulgeschichte über Tauschhandel und zeigen, warum sie historisch so nicht trägt. Stattdessen folgen wir der Spur dorthin, wo „Zahlungen“ zuerst Sinn ergeben: bei Blutschuld, Ausgleich und dem Versuch, Gewaltspiralen zu stoppen.   Ausgehend vom Booklet „Geld kritisch“ der Sunflower Foundation sprechen wir darüber, warum Münzen anfangs wenig...]]></itunes:summary>
    <description><![CDATA[<p>Geld ist nicht das neutrale Ding in deiner Hosentasche, es ist eine Logik, die unser Zusammenleben ordnet. Wir starten bei einer scheinbar harmlosen Schulgeschichte über Tauschhandel und zeigen, warum sie historisch so nicht trägt. Stattdessen folgen wir der Spur dorthin, wo „Zahlungen“ zuerst Sinn ergeben: bei Blutschuld, Ausgleich und dem Versuch, Gewaltspiralen zu stoppen. <br/><br/>Ausgehend vom Booklet „Geld kritisch“ der Sunflower Foundation sprechen wir darüber, warum Münzen anfangs weniger „Wert“ als vielmehr Maßstab sind, eine Recheneinheit, um Schuld zu beziffern. Daraus ergibt sich eine These, die überraschend modern klingt: Geld ist im Kern virtuell, ein Zugriff in Zahlen. Genau deshalb wirkt der Schritt zu Bank-App, Buchgeld und digitaler Zahlung nicht wie ein Bruch, sondern wie eine Zuspitzung dessen, was Geld immer schon war. <br/><br/>Dann wird es politisch und persönlich: Mit dem Übergang zum Kapitalismus im 16. Jahrhundert, mit Steuern in Geld und der Privatisierung gemeinschaftlicher Ressourcen, wird Selbstversorgung abgedreht und Arbeit zur Ware. Wir diskutieren den Wachstumszwang als strukturellen Druck, die Tendenz zu Ungleichheit und warum Geld letztlich Verfügung über Lebenszeit bedeutet. Dazu kommt die Rolle des Nationalstaats, der Währung erst durch Gesetze, Steuerpflicht und Gewaltmonopol allgemein verbindlich macht. <br/><br/>Zum Schluss gehen wir dahin, wo es weh tut: Was macht Kaufen mit Beziehungen, wenn es jede Verpflichtung sofort „liquidiert“ und die Gabe verdrängt? Und was, wenn Geld nicht nur Handeln steuert, sondern Denken formt, bis hin zum isolierten Ich und zur Welt als Ressourcenpool? Wenn dich diese Perspektive herausfordert, abonnier den Podcast, teil die Folge mit jemandem, der gern widerspricht, und lass uns eine Bewertung da, damit mehr Leute mitdenken.</p>]]></description>
    <content:encoded><![CDATA[<p>Geld ist nicht das neutrale Ding in deiner Hosentasche, es ist eine Logik, die unser Zusammenleben ordnet. Wir starten bei einer scheinbar harmlosen Schulgeschichte über Tauschhandel und zeigen, warum sie historisch so nicht trägt. Stattdessen folgen wir der Spur dorthin, wo „Zahlungen“ zuerst Sinn ergeben: bei Blutschuld, Ausgleich und dem Versuch, Gewaltspiralen zu stoppen. <br/><br/>Ausgehend vom Booklet „Geld kritisch“ der Sunflower Foundation sprechen wir darüber, warum Münzen anfangs weniger „Wert“ als vielmehr Maßstab sind, eine Recheneinheit, um Schuld zu beziffern. Daraus ergibt sich eine These, die überraschend modern klingt: Geld ist im Kern virtuell, ein Zugriff in Zahlen. Genau deshalb wirkt der Schritt zu Bank-App, Buchgeld und digitaler Zahlung nicht wie ein Bruch, sondern wie eine Zuspitzung dessen, was Geld immer schon war. <br/><br/>Dann wird es politisch und persönlich: Mit dem Übergang zum Kapitalismus im 16. Jahrhundert, mit Steuern in Geld und der Privatisierung gemeinschaftlicher Ressourcen, wird Selbstversorgung abgedreht und Arbeit zur Ware. Wir diskutieren den Wachstumszwang als strukturellen Druck, die Tendenz zu Ungleichheit und warum Geld letztlich Verfügung über Lebenszeit bedeutet. Dazu kommt die Rolle des Nationalstaats, der Währung erst durch Gesetze, Steuerpflicht und Gewaltmonopol allgemein verbindlich macht. <br/><br/>Zum Schluss gehen wir dahin, wo es weh tut: Was macht Kaufen mit Beziehungen, wenn es jede Verpflichtung sofort „liquidiert“ und die Gabe verdrängt? Und was, wenn Geld nicht nur Handeln steuert, sondern Denken formt, bis hin zum isolierten Ich und zur Welt als Ressourcenpool? Wenn dich diese Perspektive herausfordert, abonnier den Podcast, teil die Folge mit jemandem, der gern widerspricht, und lass uns eine Bewertung da, damit mehr Leute mitdenken.</p>]]></content:encoded>
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    <itunes:author>Jurg Conzett</itunes:author>
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    <pubDate>Wed, 02 Sep 2026 11:00:00 +0200</pubDate>
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    <psc:chapters>
  <psc:chapter start="0:00" title="Der Tauschhandel-Mythos Bricht" />
  <psc:chapter start="1:54" title="Blutschuld Als Ursprung Des Zahlens" />
  <psc:chapter start="3:03" title="Münzen Als Norm Für Schuld" />
  <psc:chapter start="4:29" title="Geld War Schon Immer Virtuell" />
  <psc:chapter start="5:10" title="Der Bruch Im 16. Jahrhundert" />
  <psc:chapter start="6:22" title="Wachstumszwang Statt Menschlicher Gier" />
  <psc:chapter start="8:59" title="Geld Als Macht Über Lebenszeit" />
  <psc:chapter start="11:25" title="Staat Und Eigentum Als Garantie" />
  <psc:chapter start="12:15" title="Gabe Verschwindet Kauf Trennt Beziehungen" />
  <psc:chapter start="13:13" title="Geld Formt Ich Denken Und Umwelt" />
  <psc:chapter start="15:40" title="Schlussfrage Wer Wären Wir Ohne Geld" />
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    <itunes:title>Bockelmann 21 Texte präsentiert. Geld ist keine Naturgewalt</itunes:title>
    <title>Bockelmann 21 Texte präsentiert. Geld ist keine Naturgewalt</title>
    <itunes:summary><![CDATA[Geld fühlt sich an wie etwas Naturgegebenes: Zahlen in der Banking-App, ein Preis am Regal, ein Klick und alles ist erledigt. Genau dieses Gefühl knöpfen wir uns vor und gehen dorthin, wo es weh tut: zum Ursprung von Geld als sozialer Schuld, als Ausgleich von Gewalt und als rituelle Befriedung. Aus anthropologischer Perspektive wirkt frühes „Geld“ weniger wie ein Tauschmittel und mehr wie eine Tabelle für Verpflichtungen, Beziehungen und Wiedergutmachung.   Dann drehen wir die Zeit nach...]]></itunes:summary>
    <description><![CDATA[<p>Geld fühlt sich an wie etwas Naturgegebenes: Zahlen in der Banking-App, ein Preis am Regal, ein Klick und alles ist erledigt. Genau dieses Gefühl knöpfen wir uns vor und gehen dorthin, wo es weh tut: zum Ursprung von Geld als sozialer Schuld, als Ausgleich von Gewalt und als rituelle Befriedung. Aus anthropologischer Perspektive wirkt frühes „Geld“ weniger wie ein Tauschmittel und mehr wie eine Tabelle für Verpflichtungen, Beziehungen und Wiedergutmachung. <br/><br/>Dann drehen wir die Zeit nach vorn und schauen, wie Münzgeld wirklich groß wird: nicht durch gemütlichen Handel, sondern durch Soldzahlungen und später durch Nationalstaaten, die Steuern in Münzen verlangen und so den Markt erzwingen. Von dort ist es nur ein Schritt zur radikalen Abstraktion, die wir heute kennen: Buchgeld, digitale Kontostände und Kryptowährungen. Wir diskutieren, warum der Staat nicht nur danebensteht, sondern über Gewaltmonopol, Gerichte und Vollstreckung die Spielregeln absichert, damit der abstrakte Geldwert funktioniert. <br/><br/>Der düsterste Teil folgt aus der Logik selbst: Geld muss sich vermehren, sonst drohen Krise und Zusammenbruch. Wir sprechen über Wachstumszwang, Kapital-Konzentration, soziale Ungleichheit und Umweltzerstörung, inklusive der Frage, warum Politik im globalen Konkurrenzkampf oft an Grenzen stößt. Und wir gehen noch tiefer: Geld als Denkform, Quantifizierung als Lebensstil, Descartes’ Subjekt-Objekt-Trennung und das Gefühl, als isoliertes Ich auf einem Markt bestehen zu müssen. Am Ende landen wir bei der radikalen Alternative Commons und Allmende und bei einer Frage, die du nicht so schnell loswirst. </p>]]></description>
    <content:encoded><![CDATA[<p>Geld fühlt sich an wie etwas Naturgegebenes: Zahlen in der Banking-App, ein Preis am Regal, ein Klick und alles ist erledigt. Genau dieses Gefühl knöpfen wir uns vor und gehen dorthin, wo es weh tut: zum Ursprung von Geld als sozialer Schuld, als Ausgleich von Gewalt und als rituelle Befriedung. Aus anthropologischer Perspektive wirkt frühes „Geld“ weniger wie ein Tauschmittel und mehr wie eine Tabelle für Verpflichtungen, Beziehungen und Wiedergutmachung. <br/><br/>Dann drehen wir die Zeit nach vorn und schauen, wie Münzgeld wirklich groß wird: nicht durch gemütlichen Handel, sondern durch Soldzahlungen und später durch Nationalstaaten, die Steuern in Münzen verlangen und so den Markt erzwingen. Von dort ist es nur ein Schritt zur radikalen Abstraktion, die wir heute kennen: Buchgeld, digitale Kontostände und Kryptowährungen. Wir diskutieren, warum der Staat nicht nur danebensteht, sondern über Gewaltmonopol, Gerichte und Vollstreckung die Spielregeln absichert, damit der abstrakte Geldwert funktioniert. <br/><br/>Der düsterste Teil folgt aus der Logik selbst: Geld muss sich vermehren, sonst drohen Krise und Zusammenbruch. Wir sprechen über Wachstumszwang, Kapital-Konzentration, soziale Ungleichheit und Umweltzerstörung, inklusive der Frage, warum Politik im globalen Konkurrenzkampf oft an Grenzen stößt. Und wir gehen noch tiefer: Geld als Denkform, Quantifizierung als Lebensstil, Descartes’ Subjekt-Objekt-Trennung und das Gefühl, als isoliertes Ich auf einem Markt bestehen zu müssen. Am Ende landen wir bei der radikalen Alternative Commons und Allmende und bei einer Frage, die du nicht so schnell loswirst. </p>]]></content:encoded>
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    <itunes:author>Jurg Conzett</itunes:author>
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    <pubDate>Wed, 02 Sep 2026 11:00:00 +0200</pubDate>
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  <psc:chapter start="0:00" title="Provokation Und Grundannahmen" />
  <psc:chapter start="1:33" title="Der Mythos Vom Tauschhandel" />
  <psc:chapter start="3:18" title="Wehrgeld Und Soziale Schuld" />
  <psc:chapter start="5:05" title="Warum Münzen Wirklich Praktisch Werden" />
  <psc:chapter start="6:41" title="Subsistenz Ohne Kaufen Und Verkaufen" />
  <psc:chapter start="7:57" title="Steuern Erzwingen Den Markt" />
  <psc:chapter start="9:50" title="Vom Metall Zur Abstraktion" />
  <psc:chapter start="10:53" title="Staatliche Gewalt Als Geldgarantie" />
  <psc:chapter start="12:48" title="Wachstumszwang Und Verwertung Von Natur" />
  <psc:chapter start="15:25" title="Politik Im Globalen Standortkampf" />
  <psc:chapter start="16:58" title="Wir Denken In Preisen" />
  <psc:chapter start="18:58" title="Descartes Und Das Isolierte Ich" />
  <psc:chapter start="20:47" title="Kaufen Liquidiert Soziale Bindungen" />
  <psc:chapter start="21:57" title="Auswege Und Die Idee Der Allmende" />
  <psc:chapter start="24:55" title="Fazit Und Die Letzte Frage" />
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    <itunes:title>Bockelmann 21 Texte in der kritischen Debatte</itunes:title>
    <title>Bockelmann 21 Texte in der kritischen Debatte</title>
    <itunes:summary><![CDATA[Geld ist überall, und genau deshalb übersehen wir leicht, wie radikal es unser Denken, unsere Beziehungen und sogar unsere Vorstellung von Natur prägt. Wir stellen eine unbequeme Entweder-oder-Frage: Ist modernes Geld die entscheidende Sozialtechnologie, die Freiheit und Kooperation unter Milliarden von Fremden möglich macht, oder ist es ein autonomes Zwangssystem, das uns in Konkurrenz treibt und endloses Wachstum erzwingt?   Wir beginnen mit einem harten Schnitt durch den Mythos vom Ta...]]></itunes:summary>
    <description><![CDATA[<p>Geld ist überall, und genau deshalb übersehen wir leicht, wie radikal es unser Denken, unsere Beziehungen und sogar unsere Vorstellung von Natur prägt. Wir stellen eine unbequeme Entweder-oder-Frage: Ist modernes Geld die entscheidende Sozialtechnologie, die Freiheit und Kooperation unter Milliarden von Fremden möglich macht, oder ist es ein autonomes Zwangssystem, das uns in Konkurrenz treibt und endloses Wachstum erzwingt? <br/><br/>Wir beginnen mit einem harten Schnitt durch den Mythos vom Tauschhandel. Statt friedlicher Ursprungsromantik sprechen wir über Schuld, Sühnezahlungen und Wehrgeld als frühe Formen der Kompensation von Gewalt. Von dort aus führt der Weg zur kapitalistischen Geldwirtschaft: Geld als Kapital, das mehr Geld werden muss, mit Krisenlogik, Exklusion und ökologischem Druck als Folgen. Gleichzeitig nehmen wir die Gegenposition ernst: Der Kaufakt kann Verpflichtungen sofort beenden und Menschen aus erstickenden Dauerschulden traditioneller Gemeinschaften lösen. <br/><br/>Dann wird es politisch und technisch: Fiatgeld funktioniert als kollektives Vertrauen, das institutionell abgesichert werden muss, oft durch den Nationalstaat und sein Gewaltmonopol. Wir diskutieren Eigentum, Verträge und das Steinbeck-Beispiel der vernichteten Orangen in der Großen Depression als Zuspitzung der Preislogik. Und wir testen die Idee „Geld ohne Staat“ am Fall von Kryptowährungen wie Bitcoin. <br/><br/>Am Ende landen wir bei der provokanten These „Geld als Denkform“: Quantifizierung, Skalen, die Subjekt-Objekt-Trennung und die Nähe zur wissenschaftlichen Revolution. Wenn dich moderne Geldtheorie, Fiatgeld, Kapitalismus, Wachstumszwang, Staat und Kryptowährungen wirklich interessieren, hör rein, teile die Folge und hinterlass uns eine Bewertung. Welche Sicht überzeugt dich mehr, Werkzeug oder Käfig?</p>]]></description>
    <content:encoded><![CDATA[<p>Geld ist überall, und genau deshalb übersehen wir leicht, wie radikal es unser Denken, unsere Beziehungen und sogar unsere Vorstellung von Natur prägt. Wir stellen eine unbequeme Entweder-oder-Frage: Ist modernes Geld die entscheidende Sozialtechnologie, die Freiheit und Kooperation unter Milliarden von Fremden möglich macht, oder ist es ein autonomes Zwangssystem, das uns in Konkurrenz treibt und endloses Wachstum erzwingt? <br/><br/>Wir beginnen mit einem harten Schnitt durch den Mythos vom Tauschhandel. Statt friedlicher Ursprungsromantik sprechen wir über Schuld, Sühnezahlungen und Wehrgeld als frühe Formen der Kompensation von Gewalt. Von dort aus führt der Weg zur kapitalistischen Geldwirtschaft: Geld als Kapital, das mehr Geld werden muss, mit Krisenlogik, Exklusion und ökologischem Druck als Folgen. Gleichzeitig nehmen wir die Gegenposition ernst: Der Kaufakt kann Verpflichtungen sofort beenden und Menschen aus erstickenden Dauerschulden traditioneller Gemeinschaften lösen. <br/><br/>Dann wird es politisch und technisch: Fiatgeld funktioniert als kollektives Vertrauen, das institutionell abgesichert werden muss, oft durch den Nationalstaat und sein Gewaltmonopol. Wir diskutieren Eigentum, Verträge und das Steinbeck-Beispiel der vernichteten Orangen in der Großen Depression als Zuspitzung der Preislogik. Und wir testen die Idee „Geld ohne Staat“ am Fall von Kryptowährungen wie Bitcoin. <br/><br/>Am Ende landen wir bei der provokanten These „Geld als Denkform“: Quantifizierung, Skalen, die Subjekt-Objekt-Trennung und die Nähe zur wissenschaftlichen Revolution. Wenn dich moderne Geldtheorie, Fiatgeld, Kapitalismus, Wachstumszwang, Staat und Kryptowährungen wirklich interessieren, hör rein, teile die Folge und hinterlass uns eine Bewertung. Welche Sicht überzeugt dich mehr, Werkzeug oder Käfig?</p>]]></content:encoded>
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    <pubDate>Wed, 02 Sep 2026 11:00:00 +0200</pubDate>
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  <psc:chapter start="0:00" title="Begrüßung Und Die Große Geldfrage" />
  <psc:chapter start="1:06" title="Der Tauschhandel-Mythos Zerbricht" />
  <psc:chapter start="2:32" title="Von Schuld Zu Münzen" />
  <psc:chapter start="3:13" title="Kapitalismus Als Zwang Und Wachstumslogik" />
  <psc:chapter start="5:24" title="Gabe Gegen Kauf Und Freiheit" />
  <psc:chapter start="8:32" title="Warum Geld Staatliche Gewalt Braucht" />
  <psc:chapter start="9:33" title="Eigentum Und Orangen In Der Depression" />
  <psc:chapter start="11:30" title="Vom Goldstandard Zum Fiatgeld" />
  <psc:chapter start="12:45" title="Krypto Als Test Ohne Staat" />
  <psc:chapter start="13:36" title="Geld Als Denkform Und Quantifizierung" />
  <psc:chapter start="16:16" title="Wissenschaftliche Revolution Als Nebenprodukt" />
  <psc:chapter start="18:06" title="Technik Befreien Vom Profitzwang" />
  <psc:chapter start="18:35" title="Resümee Und Das Ende Der Vorstellungskraft" />
  <psc:chapter start="20:57" title="Abschlussfrage An Der Kasse" />
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    <itunes:title>Bockelmann Summa (das Gesamte, die Zusammenfassung)</itunes:title>
    <title>Bockelmann Summa (das Gesamte, die Zusammenfassung)</title>
    <itunes:summary><![CDATA[Geld fühlt sich an wie Luft: immer da, scheinbar neutral, irgendwie natürlich. Genau dieses Gefühl nehmen wir auseinander, weil es uns in die Irre führt. Wir arbeiten uns durch Eske Bockelmanns „Das Geld“ und stellen die bequeme Ursprungserzählung vom Tauschhandel auf den Kopf: Nicht „praktische Erfindung“ steht am Anfang, sondern ein historischer Bruch, der Menschen aus direkter Versorgung herausreißt und sie zwingt, dauerhaft zu kaufen und zu verkaufen. So wird aus Metall und Münze ein rein...]]></itunes:summary>
    <description><![CDATA[<p>Geld fühlt sich an wie Luft: immer da, scheinbar neutral, irgendwie natürlich. Genau dieses Gefühl nehmen wir auseinander, weil es uns in die Irre führt. Wir arbeiten uns durch Eske Bockelmanns „Das Geld“ und stellen die bequeme Ursprungserzählung vom Tauschhandel auf den Kopf: Nicht „praktische Erfindung“ steht am Anfang, sondern ein historischer Bruch, der Menschen aus direkter Versorgung herausreißt und sie zwingt, dauerhaft zu kaufen und zu verkaufen. So wird aus Metall und Münze ein reines Tauschmittel, ein leeres Quantum, das nur als Zahl existiert und trotzdem unser Überleben organisiert. <br/><br/>Von dort aus wird es richtig unbequem: Wir sprechen über die These, dass ökonomischer Wert keine Eigenschaft von Dingen ist. Brot nährt, ein Smartphone ist nützlich, aber der Preis ist keine Naturtatsache. Geld setzt die Skala, auf der völlig Verschiedenes gleich wird, und wir verwechseln diese Skala mit der Welt selbst. Deshalb nehmen wir auch Arbeitswertlehre, Angebot und Nachfrage und die Idee „der Markt misst nur“ kritisch unter die Lupe. Das ist keine Spielerei, sondern ein Schlüssel, um Preisbildung, Geldtheorie und Kapitalismus ohne moralische Nebelkerzen zu verstehen. <br/><br/>Dann verfolgen wir die Konsequenzen: Ein abstraktes Geldsystem braucht Absicherung, also Eigentum, Verträge, Gerichte, Polizei und damit den modernen Staat als organisatorische Form der Geldordnung. Und weil Investitionen fast immer mit Defizit, Risiko und Zins starten, wird Wachstum zur mathematischen Pflicht. Wir landen bei europäischer Expansion, Kolonialismus und dem Opiumkrieg als drastischem Beispiel, ziehen die Linie zu Schulden, globaler Ungleichheit, Flucht und zur Umweltkrise als Ergebnis harter Kostenlogik. Zum Schluss stellen wir ein konkretes Gedankenexperiment: Was würde passieren, wenn wir Wohnen als Grundversorgung teilweise aus der Rendite- und Spekulationslogik herauslösen? </p>]]></description>
    <content:encoded><![CDATA[<p>Geld fühlt sich an wie Luft: immer da, scheinbar neutral, irgendwie natürlich. Genau dieses Gefühl nehmen wir auseinander, weil es uns in die Irre führt. Wir arbeiten uns durch Eske Bockelmanns „Das Geld“ und stellen die bequeme Ursprungserzählung vom Tauschhandel auf den Kopf: Nicht „praktische Erfindung“ steht am Anfang, sondern ein historischer Bruch, der Menschen aus direkter Versorgung herausreißt und sie zwingt, dauerhaft zu kaufen und zu verkaufen. So wird aus Metall und Münze ein reines Tauschmittel, ein leeres Quantum, das nur als Zahl existiert und trotzdem unser Überleben organisiert. <br/><br/>Von dort aus wird es richtig unbequem: Wir sprechen über die These, dass ökonomischer Wert keine Eigenschaft von Dingen ist. Brot nährt, ein Smartphone ist nützlich, aber der Preis ist keine Naturtatsache. Geld setzt die Skala, auf der völlig Verschiedenes gleich wird, und wir verwechseln diese Skala mit der Welt selbst. Deshalb nehmen wir auch Arbeitswertlehre, Angebot und Nachfrage und die Idee „der Markt misst nur“ kritisch unter die Lupe. Das ist keine Spielerei, sondern ein Schlüssel, um Preisbildung, Geldtheorie und Kapitalismus ohne moralische Nebelkerzen zu verstehen. <br/><br/>Dann verfolgen wir die Konsequenzen: Ein abstraktes Geldsystem braucht Absicherung, also Eigentum, Verträge, Gerichte, Polizei und damit den modernen Staat als organisatorische Form der Geldordnung. Und weil Investitionen fast immer mit Defizit, Risiko und Zins starten, wird Wachstum zur mathematischen Pflicht. Wir landen bei europäischer Expansion, Kolonialismus und dem Opiumkrieg als drastischem Beispiel, ziehen die Linie zu Schulden, globaler Ungleichheit, Flucht und zur Umweltkrise als Ergebnis harter Kostenlogik. Zum Schluss stellen wir ein konkretes Gedankenexperiment: Was würde passieren, wenn wir Wohnen als Grundversorgung teilweise aus der Rendite- und Spekulationslogik herauslösen? </p>]]></content:encoded>
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    <pubDate>Wed, 02 Sep 2026 11:00:00 +0200</pubDate>
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  <psc:chapter start="0:00" title="Der Tauschmythos Kippt" />
  <psc:chapter start="1:41" title="Münzen Ohne Geldlogik" />
  <psc:chapter start="3:52" title="Vom Familientisch Zum Restaurant" />
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  <psc:chapter start="6:38" title="Warum Wert Eine Illusion Wird" />
  <psc:chapter start="10:14" title="Staat Als Garant Der Geldordnung" />
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  <psc:chapter start="14:49" title="Kolonialismus Und Opiumkrieg" />
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  <psc:chapter start="21:20" title="Geldkrisen Und Wohnen Neu Denken" />
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    <itunes:title>1930 Bertold Brecht Armut als Kapitalverbrechen in Mahagonny</itunes:title>
    <title>1930 Bertold Brecht Armut als Kapitalverbrechen in Mahagonny</title>
    <itunes:summary><![CDATA[Eine Stadt ohne Gesetze, ohne Moral, ohne Polizei. Klingt nach grenzenloser Freiheit, bis du die einzige Regel hörst: Wenn du kein Geld mehr hast, bist du verloren. Wir gehen Schritt für Schritt durch Brechts und Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ und nehmen eine Idee auseinander, die fast 100 Jahre alt ist und trotzdem wie ein Kommentar zu unserem Alltag wirkt: Was passiert, wenn jede Beziehung, jede Hilfe, sogar das bloße Überleben zur Ware wird?  Wir sprechen über die Gründung ...]]></itunes:summary>
    <description><![CDATA[<p>Eine Stadt ohne Gesetze, ohne Moral, ohne Polizei. Klingt nach grenzenloser Freiheit, bis du die einzige Regel hörst: Wenn du kein Geld mehr hast, bist du verloren. Wir gehen Schritt für Schritt durch Brechts und Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ und nehmen eine Idee auseinander, die fast 100 Jahre alt ist und trotzdem wie ein Kommentar zu unserem Alltag wirkt: Was passiert, wenn jede Beziehung, jede Hilfe, sogar das bloße Überleben zur Ware wird?<br/><br/>Wir sprechen über die Gründung dieser Wüstenstadt als perfides Geschäftsmodell, über Freiheit als bezahlte Dienstleistung und über den Moment, in dem Jim Mahoney vom perfekten Konsumenten zum Ausgestoßenen wird. Der Gerichtsprozess trifft wie ein Schlag: Mord lässt sich „regeln“, Armut nicht. Genau hier zeigt sich die verdrehte Moral, in der Kapital zum höchsten Wert wird und ein Mensch ohne Kaufkraft als wertlos gilt.<br/><br/>Dann wird es theaterpraktisch und psychologisch: Brechts episches Theater will nicht trösten, sondern aufrütteln. Kurt Weills Musik, vor allem der Alabama Song, erzeugt eine kognitive Dissonanz zwischen beschwingter Melodie und bitterem Text. Dieses Unbehagen ist kein Fehler, sondern Methode. Zum Schluss ziehen wir die Linie in die Gegenwart und fragen, ob wir in digitalen Räumen längst ein virtuelles Mahagonny gebaut haben, in dem wir mit Aufmerksamkeit und Daten bezahlen.</p>]]></description>
    <content:encoded><![CDATA[<p>Eine Stadt ohne Gesetze, ohne Moral, ohne Polizei. Klingt nach grenzenloser Freiheit, bis du die einzige Regel hörst: Wenn du kein Geld mehr hast, bist du verloren. Wir gehen Schritt für Schritt durch Brechts und Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ und nehmen eine Idee auseinander, die fast 100 Jahre alt ist und trotzdem wie ein Kommentar zu unserem Alltag wirkt: Was passiert, wenn jede Beziehung, jede Hilfe, sogar das bloße Überleben zur Ware wird?<br/><br/>Wir sprechen über die Gründung dieser Wüstenstadt als perfides Geschäftsmodell, über Freiheit als bezahlte Dienstleistung und über den Moment, in dem Jim Mahoney vom perfekten Konsumenten zum Ausgestoßenen wird. Der Gerichtsprozess trifft wie ein Schlag: Mord lässt sich „regeln“, Armut nicht. Genau hier zeigt sich die verdrehte Moral, in der Kapital zum höchsten Wert wird und ein Mensch ohne Kaufkraft als wertlos gilt.<br/><br/>Dann wird es theaterpraktisch und psychologisch: Brechts episches Theater will nicht trösten, sondern aufrütteln. Kurt Weills Musik, vor allem der Alabama Song, erzeugt eine kognitive Dissonanz zwischen beschwingter Melodie und bitterem Text. Dieses Unbehagen ist kein Fehler, sondern Methode. Zum Schluss ziehen wir die Linie in die Gegenwart und fragen, ob wir in digitalen Räumen längst ein virtuelles Mahagonny gebaut haben, in dem wir mit Aufmerksamkeit und Daten bezahlen.</p>]]></content:encoded>
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    <pubDate>Tue, 01 Sep 2026 15:00:00 +0200</pubDate>
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  <psc:chapter start="0:00" title="Alles Erlaubt Außer Pleite" />
  <psc:chapter start="1:43" title="Gründung In Der Wüste" />
  <psc:chapter start="3:23" title="Freiheit Als Ware Im Alltag" />
  <psc:chapter start="5:12" title="Jim Überschreitet Die Geldgrenze" />
  <psc:chapter start="7:31" title="Kapital Wird Zum Moralkodex" />
  <psc:chapter start="9:34" title="Episches Theater Und Verfremdung" />
  <psc:chapter start="13:53" title="Alabama Song Und Kognitive Dissonanz" />
  <psc:chapter start="17:19" title="Kollaps Und Digitales Mahagonny" />
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    <itunes:title>Wie Kaufleute den Adel entmachteten</itunes:title>
    <title>Wie Kaufleute den Adel entmachteten</title>
    <itunes:summary><![CDATA[Kein lauter Umsturz, keine ikonische Schlacht und trotzdem kippt die Macht: Wir schauen auf den Moment, in dem der europäische Adel seine Vorherrschaft verliert, weil ihm etwas fehlt, das Kaufleute perfektionieren. Liquides Kapital. Kreditlinien. Informationsvorsprung. Und eine unerbittliche Mathematik, die Landbesitz alt aussehen lässt.   Wir gehen durch zentrale Quellen aus Barock und Aufklärung und zeichnen nach, wie der „vollkommene Kaufmann“ entsteht: ein Großunternehmer im Kontor, ...]]></itunes:summary>
    <description><![CDATA[<p>Kein lauter Umsturz, keine ikonische Schlacht und trotzdem kippt die Macht: Wir schauen auf den Moment, in dem der europäische Adel seine Vorherrschaft verliert, weil ihm etwas fehlt, das Kaufleute perfektionieren. Liquides Kapital. Kreditlinien. Informationsvorsprung. Und eine unerbittliche Mathematik, die Landbesitz alt aussehen lässt. <br/><br/>Wir gehen durch zentrale Quellen aus Barock und Aufklärung und zeichnen nach, wie der „vollkommene Kaufmann“ entsteht: ein Großunternehmer im Kontor, der Agenten in Handelsstädten steuert, Risiken kalkuliert und mit standardisiertem Wissen arbeitet, wo sonst Chaos herrscht. Dazu kommen Handbücher, die Zollregeln, Messen, Produzenten und Märkte systematisieren und damit den Handel skalieren. Plötzlich zählt nicht mehr der Titel, sondern die Fähigkeit, Informationen zu bündeln und Kapital sinnvoll zu bewegen. <br/><br/>Dann wird es politisch: Krieg wird zur industriellen Dauerrechnung. Stehende Heere und Artillerie verschlingen Staatsbudgets, Fürsten werden abhängig von Steuern und Krediten und mit dieser Abhängigkeit verschiebt sich Macht in Richtung derer, die den Cashflow kontrollieren. Wir sprechen auch über die sichtbaren und unsichtbaren Folgen dieser Logik: Palladios Rendite-Architektur als Stil der Macht, koloniale Lieferketten bis hin zum transatlantischen Sklavenhandel und schließlich die Abstraktion des Geldes mit Wechslerbüchern, Wechselbrief und Wisselbank, die Kapital in Information verwandelt. <br/><br/>Wenn dich interessiert, wie Frühkapitalismus, Merkantilismus und moderne Finanzmechanismen zusammenhängen, hör rein, abonniere den Podcast, teile die Folge mit einer Person und schreib uns: Welche „nächste Welle“ überrollt unsere Institutionen gerade?</p>]]></description>
    <content:encoded><![CDATA[<p>Kein lauter Umsturz, keine ikonische Schlacht und trotzdem kippt die Macht: Wir schauen auf den Moment, in dem der europäische Adel seine Vorherrschaft verliert, weil ihm etwas fehlt, das Kaufleute perfektionieren. Liquides Kapital. Kreditlinien. Informationsvorsprung. Und eine unerbittliche Mathematik, die Landbesitz alt aussehen lässt. <br/><br/>Wir gehen durch zentrale Quellen aus Barock und Aufklärung und zeichnen nach, wie der „vollkommene Kaufmann“ entsteht: ein Großunternehmer im Kontor, der Agenten in Handelsstädten steuert, Risiken kalkuliert und mit standardisiertem Wissen arbeitet, wo sonst Chaos herrscht. Dazu kommen Handbücher, die Zollregeln, Messen, Produzenten und Märkte systematisieren und damit den Handel skalieren. Plötzlich zählt nicht mehr der Titel, sondern die Fähigkeit, Informationen zu bündeln und Kapital sinnvoll zu bewegen. <br/><br/>Dann wird es politisch: Krieg wird zur industriellen Dauerrechnung. Stehende Heere und Artillerie verschlingen Staatsbudgets, Fürsten werden abhängig von Steuern und Krediten und mit dieser Abhängigkeit verschiebt sich Macht in Richtung derer, die den Cashflow kontrollieren. Wir sprechen auch über die sichtbaren und unsichtbaren Folgen dieser Logik: Palladios Rendite-Architektur als Stil der Macht, koloniale Lieferketten bis hin zum transatlantischen Sklavenhandel und schließlich die Abstraktion des Geldes mit Wechslerbüchern, Wechselbrief und Wisselbank, die Kapital in Information verwandelt. <br/><br/>Wenn dich interessiert, wie Frühkapitalismus, Merkantilismus und moderne Finanzmechanismen zusammenhängen, hör rein, abonniere den Podcast, teile die Folge mit einer Person und schreib uns: Welche „nächste Welle“ überrollt unsere Institutionen gerade?</p>]]></content:encoded>
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    <itunes:author>Jurg Conzett</itunes:author>
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    <pubDate>Tue, 01 Sep 2026 08:00:00 +0200</pubDate>
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  <psc:chapter start="0:00" title="Warum Der Umbruch So Leise Ist" />
  <psc:chapter start="2:18" title="Liquides Kapital Gegen Landbesitz" />
  <psc:chapter start="3:20" title="Der Großkaufmann Und Sein Netzwerk" />
  <psc:chapter start="5:52" title="Wissen Als Ware Für Den Handel" />
  <psc:chapter start="7:35" title="Kriegskosten Machen Fürsten Abhängig" />
  <psc:chapter start="10:40" title="Rendite Formt Architektur Und Macht" />
  <psc:chapter start="12:08" title="Kolonien Und Die Kommerzialisierung Von Menschen" />
  <psc:chapter start="13:32" title="Geld Wird Information Durch Banken" />
  <psc:chapter start="15:40" title="Fazit Und Die Frage An Heute" />
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    <itunes:title>Dein Selbstwert als moderner Aktienkurs</itunes:title>
    <title>Dein Selbstwert als moderner Aktienkurs</title>
    <itunes:summary><![CDATA[Geld ist nicht nur ein Tauschmittel, es ist ein Filter, durch den wir die Welt lesen. Wir starten mit einem einfachen Bild: Ein moderner 100-Euro-Schein auf einem mittelalterlichen Markt wäre nur buntes Papier. Genau an dieser Irritation zeigen wir, wie jung unser heutiges Verständnis von Wert wirklich ist und warum es sich trotzdem so „natürlich“ anfühlt.  Wir gehen zurück ins 17. Jahrhundert und schauen auf den Moment, in dem Finanzwesen zur Abstraktion wird: Papier statt Gold, Anteilsschei...]]></itunes:summary>
    <description><![CDATA[<p>Geld ist nicht nur ein Tauschmittel, es ist ein Filter, durch den wir die Welt lesen. Wir starten mit einem einfachen Bild: Ein moderner 100-Euro-Schein auf einem mittelalterlichen Markt wäre nur buntes Papier. Genau an dieser Irritation zeigen wir, wie jung unser heutiges Verständnis von Wert wirklich ist und warum es sich trotzdem so „natürlich“ anfühlt.<br/><br/>Wir gehen zurück ins 17. Jahrhundert und schauen auf den Moment, in dem Finanzwesen zur Abstraktion wird: Papier statt Gold, Anteilsscheine und Wechsel statt greifbarer Münzen, Institutionen wie die Niederländische Ostindienkompanie und die Amsterdamer Wechselbank als Motoren dieses Umbruchs. Sobald Wert als Zahl im Kassenbuch existiert, braucht es Vertrauen in ein System, nicht mehr den Biss ins Metall. Diese Logik der Messbarkeit schwappt weiter, bis sie unser Weltbild und unsere Sprache prägt.<br/><br/>Dann wird es persönlich: Wir reden darüber, warum Selbstwert heute oft wie ein Kurs schwankt, getrieben von Leistung, Kritik, Likes oder Gehalt. Und wir zeigen, wie der Merkantilismus als Nullsummenspiel eine alte Mechanik in unseren Alltag schreibt, sodass sich Erfolg schnell wie Konkurrenz anfühlt, selbst dort, wo Kooperation sinnvoll wäre. Am Ende nehmen wir uns die Freiheit, das „Betriebssystem“ zu hinterfragen und Zukunft zu denken: Was, wenn Wert irgendwann über Zeit, Fürsorge oder Empathie definiert wird?<br/><br/></p>]]></description>
    <content:encoded><![CDATA[<p>Geld ist nicht nur ein Tauschmittel, es ist ein Filter, durch den wir die Welt lesen. Wir starten mit einem einfachen Bild: Ein moderner 100-Euro-Schein auf einem mittelalterlichen Markt wäre nur buntes Papier. Genau an dieser Irritation zeigen wir, wie jung unser heutiges Verständnis von Wert wirklich ist und warum es sich trotzdem so „natürlich“ anfühlt.<br/><br/>Wir gehen zurück ins 17. Jahrhundert und schauen auf den Moment, in dem Finanzwesen zur Abstraktion wird: Papier statt Gold, Anteilsscheine und Wechsel statt greifbarer Münzen, Institutionen wie die Niederländische Ostindienkompanie und die Amsterdamer Wechselbank als Motoren dieses Umbruchs. Sobald Wert als Zahl im Kassenbuch existiert, braucht es Vertrauen in ein System, nicht mehr den Biss ins Metall. Diese Logik der Messbarkeit schwappt weiter, bis sie unser Weltbild und unsere Sprache prägt.<br/><br/>Dann wird es persönlich: Wir reden darüber, warum Selbstwert heute oft wie ein Kurs schwankt, getrieben von Leistung, Kritik, Likes oder Gehalt. Und wir zeigen, wie der Merkantilismus als Nullsummenspiel eine alte Mechanik in unseren Alltag schreibt, sodass sich Erfolg schnell wie Konkurrenz anfühlt, selbst dort, wo Kooperation sinnvoll wäre. Am Ende nehmen wir uns die Freiheit, das „Betriebssystem“ zu hinterfragen und Zukunft zu denken: Was, wenn Wert irgendwann über Zeit, Fürsorge oder Empathie definiert wird?<br/><br/></p>]]></content:encoded>
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    <itunes:author>Jurg Conzett</itunes:author>
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    <pubDate>Sat, 29 Aug 2026 19:00:00 +0200</pubDate>
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  <psc:chapter start="0:00" title="Begrüßung Und Die Kernfrage" />
  <psc:chapter start="0:52" title="Papier Statt Gold Als Wendepunkt" />
  <psc:chapter start="2:26" title="Selbstwert Als Kurs Der Schwankt" />
  <psc:chapter start="4:08" title="Merkantilismus Und Unser Konkurrenzblick" />
  <psc:chapter start="5:47" title="Matrix Erkennen Und Zukunft Denken" />
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    <itunes:title>Wie Modernes Geld Unser Taktempfinden Formt</itunes:title>
    <title>Wie Modernes Geld Unser Taktempfinden Formt</title>
    <itunes:summary><![CDATA[Ein Takt, der sich „ganz natürlich“ anfühlt, könnte ausgerechnet aus der Welt des Geldes stammen. Wir nehmen eine These auseinander, die erst einmal querliegt: Das moderne Rhythmusgefühl, dieses automatische Mitdenken in betont und unbetont, sei historisch jung und eng verknüpft mit dem Aufstieg von abstraktem Geld im 17. Jahrhundert. Wenn das stimmt, hören wir nicht einfach nur Musik, wir hören eine Denkweise.   Wir schauen zurück auf Rhythmus in der Antike mit langen und kurzen Silben,...]]></itunes:summary>
    <description><![CDATA[<p>Ein Takt, der sich „ganz natürlich“ anfühlt, könnte ausgerechnet aus der Welt des Geldes stammen. Wir nehmen eine These auseinander, die erst einmal querliegt: Das moderne Rhythmusgefühl, dieses automatische Mitdenken in betont und unbetont, sei historisch jung und eng verknüpft mit dem Aufstieg von abstraktem Geld im 17. Jahrhundert. Wenn das stimmt, hören wir nicht einfach nur Musik, wir hören eine Denkweise. <br/><br/>Wir schauen zurück auf Rhythmus in der Antike mit langen und kurzen Silben, dann ins Mittelalter zur Mensuralnotation, wo der Taktus noch am Klang hängt statt an einem abstrakten Zeitraster. Von dort führt der Weg zu einer unbewussten Taktsynthese, die unsere Wahrnehmung heute fast reflexhaft ordnet. Ein starkes Bild liefert Martin Opitz, der seine Gedichte nachträglich an das neue Schema anpasst und damit zeigt, wie tief sich Erwartungen im Ohr verschieben können. <br/><br/>Der Kernbegriff heißt funktionale Abstraktion: Geld macht völlig verschiedene Dinge über den Wert vergleichbar und trainiert eine binäre Logik konkret oder abstrakt, Ware oder Wert. Wir diskutieren, wie sich diese alltägliche Übung auf das Hören übertragen haben könnte und warum ähnliche Abstraktionsmuster auch in der wissenschaftlichen Revolution bei Galileo, Bacon und Descartes auftauchen. Wenn Rhythmus kulturell geprägt ist, stellt sich automatisch die nächste Frage: Welche anderen „Selbstverständlichkeiten“ sind vielleicht ebenso gemacht? Abonnieren, teilen und eine Bewertung dalassen und schreib uns: Wo spürst du in deinem Alltag unsichtbare Takte?</p>]]></description>
    <content:encoded><![CDATA[<p>Ein Takt, der sich „ganz natürlich“ anfühlt, könnte ausgerechnet aus der Welt des Geldes stammen. Wir nehmen eine These auseinander, die erst einmal querliegt: Das moderne Rhythmusgefühl, dieses automatische Mitdenken in betont und unbetont, sei historisch jung und eng verknüpft mit dem Aufstieg von abstraktem Geld im 17. Jahrhundert. Wenn das stimmt, hören wir nicht einfach nur Musik, wir hören eine Denkweise. <br/><br/>Wir schauen zurück auf Rhythmus in der Antike mit langen und kurzen Silben, dann ins Mittelalter zur Mensuralnotation, wo der Taktus noch am Klang hängt statt an einem abstrakten Zeitraster. Von dort führt der Weg zu einer unbewussten Taktsynthese, die unsere Wahrnehmung heute fast reflexhaft ordnet. Ein starkes Bild liefert Martin Opitz, der seine Gedichte nachträglich an das neue Schema anpasst und damit zeigt, wie tief sich Erwartungen im Ohr verschieben können. <br/><br/>Der Kernbegriff heißt funktionale Abstraktion: Geld macht völlig verschiedene Dinge über den Wert vergleichbar und trainiert eine binäre Logik konkret oder abstrakt, Ware oder Wert. Wir diskutieren, wie sich diese alltägliche Übung auf das Hören übertragen haben könnte und warum ähnliche Abstraktionsmuster auch in der wissenschaftlichen Revolution bei Galileo, Bacon und Descartes auftauchen. Wenn Rhythmus kulturell geprägt ist, stellt sich automatisch die nächste Frage: Welche anderen „Selbstverständlichkeiten“ sind vielleicht ebenso gemacht? Abonnieren, teilen und eine Bewertung dalassen und schreib uns: Wo spürst du in deinem Alltag unsichtbare Takte?</p>]]></content:encoded>
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    <pubDate>Sat, 29 Aug 2026 18:00:00 +0200</pubDate>
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  <psc:chapter start="0:00" title="Rhythmus Als Selbstverständnis Hinterfragt" />
  <psc:chapter start="1:06" title="Alte Rhythmen Ohne Zeitraster" />
  <psc:chapter start="2:20" title="Der Umschwung Zu Betont Unbetont" />
  <psc:chapter start="3:05" title="Geld Als Motor Der Abstraktion" />
  <psc:chapter start="5:35" title="Von Wertlogik Zur Taktsynthese" />
  <psc:chapter start="6:45" title="Neue Brille Für Wissenschaft Und Denken" />
  <psc:chapter start="7:30" title="Schlussfrage Zu Unsichtbaren Takten" />
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    <itunes:title>Denkform: Wie Zahlungsmittel unser Weltbild formen</itunes:title>
    <title>Denkform: Wie Zahlungsmittel unser Weltbild formen</title>
    <itunes:summary><![CDATA[Geld raschelt kurz in der Tasche und plötzlich steht eine viel grössere Frage im Raum: Trainiert uns Bezahlen darauf, die Welt in harte Gegensätze zu zerlegen? Wir nehmen einen alltäglichen Gegenstand und behandeln ihn wie ein philosophisches Werkzeug. Ein Geldschein ist physisch nur Papier, doch sein Wert lebt in Köpfen, Regeln und Vertrauen. Genau diese kollektive Übereinkunft wird zum Schlüssel, um zu verstehen, warum «Wert» für uns so real wirkt und weshalb wir beim Kaufen fast automatisc...]]></itunes:summary>
    <description><![CDATA[<p>Geld raschelt kurz in der Tasche und plötzlich steht eine viel grössere Frage im Raum: Trainiert uns Bezahlen darauf, die Welt in harte Gegensätze zu zerlegen? Wir nehmen einen alltäglichen Gegenstand und behandeln ihn wie ein philosophisches Werkzeug. Ein Geldschein ist physisch nur Papier, doch sein Wert lebt in Köpfen, Regeln und Vertrauen. Genau diese kollektive Übereinkunft wird zum Schlüssel, um zu verstehen, warum «Wert» für uns so real wirkt und weshalb wir beim Kaufen fast automatisch in zwei Grössen denken: Geldwert und Warenwert. <br/><br/>Von dort ziehen wir eine Linie zurück ins 17. Jahrhundert zu Descartes und zur Trennung von Subjekt und Objekt. Wir prüfen die provokante Idee, dass diese Denkform nicht nur aus Theorie stammt, sondern durch Geldsysteme und Konsumlogik stabilisiert wird. Wenn das stimmt, erklärt es auch, warum sich die Spaltung im Alltag so selbstverständlich anfühlt und weshalb moderne Philosophie oft Mühe hat, aus diesem Raster herauszukommen. Dazu kommt der Blick auf Forschung und Kulturvergleich: Bargeldlose Gesellschaften können andere Denkmuster begünstigen, und in manchen indigenen Gesellschaften ist die strikte Trennung von Selbst und Welt weniger ausgeprägt. <br/><br/>Zum Schluss wird es praktisch: Was machen wir mit dieser Erkenntnis in einer digitalen Wirtschaft, in der Geld noch abstrakter wird und Entfremdung leichter entsteht? Wir sprechen über Bewusstsein als ersten Schritt und über Alternativen wie Tauschbörsen, kooperative Modelle und Share Economy, die nicht nur Transaktionen, sondern auch Beziehungen verändern können. Wenn dir der Gedanke gefällt, dass sich in Alltagsdingen die grossen Fragen verstecken, abonniere den Podcast, teile die Folge und schreib uns: Wo spürst du die Subjekt-Objekt-Spaltung am stärksten?</p>]]></description>
    <content:encoded><![CDATA[<p>Geld raschelt kurz in der Tasche und plötzlich steht eine viel grössere Frage im Raum: Trainiert uns Bezahlen darauf, die Welt in harte Gegensätze zu zerlegen? Wir nehmen einen alltäglichen Gegenstand und behandeln ihn wie ein philosophisches Werkzeug. Ein Geldschein ist physisch nur Papier, doch sein Wert lebt in Köpfen, Regeln und Vertrauen. Genau diese kollektive Übereinkunft wird zum Schlüssel, um zu verstehen, warum «Wert» für uns so real wirkt und weshalb wir beim Kaufen fast automatisch in zwei Grössen denken: Geldwert und Warenwert. <br/><br/>Von dort ziehen wir eine Linie zurück ins 17. Jahrhundert zu Descartes und zur Trennung von Subjekt und Objekt. Wir prüfen die provokante Idee, dass diese Denkform nicht nur aus Theorie stammt, sondern durch Geldsysteme und Konsumlogik stabilisiert wird. Wenn das stimmt, erklärt es auch, warum sich die Spaltung im Alltag so selbstverständlich anfühlt und weshalb moderne Philosophie oft Mühe hat, aus diesem Raster herauszukommen. Dazu kommt der Blick auf Forschung und Kulturvergleich: Bargeldlose Gesellschaften können andere Denkmuster begünstigen, und in manchen indigenen Gesellschaften ist die strikte Trennung von Selbst und Welt weniger ausgeprägt. <br/><br/>Zum Schluss wird es praktisch: Was machen wir mit dieser Erkenntnis in einer digitalen Wirtschaft, in der Geld noch abstrakter wird und Entfremdung leichter entsteht? Wir sprechen über Bewusstsein als ersten Schritt und über Alternativen wie Tauschbörsen, kooperative Modelle und Share Economy, die nicht nur Transaktionen, sondern auch Beziehungen verändern können. Wenn dir der Gedanke gefällt, dass sich in Alltagsdingen die grossen Fragen verstecken, abonniere den Podcast, teile die Folge und schreib uns: Wo spürst du die Subjekt-Objekt-Spaltung am stärksten?</p>]]></content:encoded>
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    <itunes:author>GenFM with Chris and Jessica</itunes:author>
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    <pubDate>Sat, 29 Aug 2026 18:00:00 +0200</pubDate>
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  <psc:chapter start="0:17" title="Descartes Und Die Kauf-Logik" />
  <psc:chapter start="1:16" title="Kulturvergleich Von Selbst Und Welt" />
  <psc:chapter start="2:26" title="Digitale Abstraktion Und Entfremdung" />
  <psc:chapter start="2:57" title="Alternativen Tauschen Teilen Neu Denken" />
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    <itunes:title>Denkform: Wenn das Gehirn zum Taschenrechner wird</itunes:title>
    <title>Denkform: Wenn das Gehirn zum Taschenrechner wird</title>
    <itunes:summary><![CDATA[Unser Kopf kann sich anfühlen wie ein Taschenrechner: Er nimmt Erlebnisse und macht daraus Skalen, Rankings und Kennzahlen. Wir gehen der Frage nach, wie die Geldlogik unser Denken still und konsequent durchdringt und warum das auf den ersten Blick praktisch wirkt, uns aber oft um Nuancen bringt. Von der Idee, Schmerz und Lust auf einer gemeinsamen Skala zu messen, bis zur Gluecksforschung: Messbarkeit verspricht Klarheit, kann aber auch den Blick verengen.   Dann wird es konkret: Politi...]]></itunes:summary>
    <description><![CDATA[<p>Unser Kopf kann sich anfühlen wie ein Taschenrechner: Er nimmt Erlebnisse und macht daraus Skalen, Rankings und Kennzahlen. Wir gehen der Frage nach, wie die Geldlogik unser Denken still und konsequent durchdringt und warum das auf den ersten Blick praktisch wirkt, uns aber oft um Nuancen bringt. Von der Idee, Schmerz und Lust auf einer gemeinsamen Skala zu messen, bis zur Gluecksforschung: Messbarkeit verspricht Klarheit, kann aber auch den Blick verengen. <br/><br/>Dann wird es konkret: Politik wird im Links-Rechts-Raster vereinfacht, Unternehmen bewerten Leistung über KPIs selbst dort, wo Kreativitaet und Teamarbeit entscheidend sind, und in den sozialen Medien zaehlen Reaktionen haeufig mehr als Inhalt. Wir sprechen darüber, wie sich diese Quantifizierung bis ins Private zieht, wenn Beziehungen wie Investitionen behandelt werden, und warum Expertinnen und Experten vor einer Verarmung echter Bindungen warnen. <br/><br/>Zum Schluss suchen wir Auswege, ohne in Zahlen-Bashing zu verfallen: qualitative Bewertungen in Firmen, der neue Fokus auf das Nicht-Messbare und eine einfache Alltagsuebung, um wieder mehr Qualitaet statt Vergleich zu sehen. Wenn dir der Gedanke gefaellt, Messbarkeit sinnvoll zu nutzen und trotzdem menschlich zu bleiben, abonnier den Podcast, teil die Folge und schreib uns eine Bewertung. Wo wünschst du dir weniger Zahlenlogik und mehr echte Qualitaet?</p>]]></description>
    <content:encoded><![CDATA[<p>Unser Kopf kann sich anfühlen wie ein Taschenrechner: Er nimmt Erlebnisse und macht daraus Skalen, Rankings und Kennzahlen. Wir gehen der Frage nach, wie die Geldlogik unser Denken still und konsequent durchdringt und warum das auf den ersten Blick praktisch wirkt, uns aber oft um Nuancen bringt. Von der Idee, Schmerz und Lust auf einer gemeinsamen Skala zu messen, bis zur Gluecksforschung: Messbarkeit verspricht Klarheit, kann aber auch den Blick verengen. <br/><br/>Dann wird es konkret: Politik wird im Links-Rechts-Raster vereinfacht, Unternehmen bewerten Leistung über KPIs selbst dort, wo Kreativitaet und Teamarbeit entscheidend sind, und in den sozialen Medien zaehlen Reaktionen haeufig mehr als Inhalt. Wir sprechen darüber, wie sich diese Quantifizierung bis ins Private zieht, wenn Beziehungen wie Investitionen behandelt werden, und warum Expertinnen und Experten vor einer Verarmung echter Bindungen warnen. <br/><br/>Zum Schluss suchen wir Auswege, ohne in Zahlen-Bashing zu verfallen: qualitative Bewertungen in Firmen, der neue Fokus auf das Nicht-Messbare und eine einfache Alltagsuebung, um wieder mehr Qualitaet statt Vergleich zu sehen. Wenn dir der Gedanke gefaellt, Messbarkeit sinnvoll zu nutzen und trotzdem menschlich zu bleiben, abonnier den Podcast, teil die Folge und schreib uns eine Bewertung. Wo wünschst du dir weniger Zahlenlogik und mehr echte Qualitaet?</p>]]></content:encoded>
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    <pubDate>Sat, 29 Aug 2026 18:00:00 +0200</pubDate>
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    <psc:chapters>
  <psc:chapter start="0:00" title="Geldlogik Als Denkmodell" />
  <psc:chapter start="0:24" title="Gefuehle Auf Einer Skala" />
  <psc:chapter start="0:46" title="Politik Im Links-Rechts-Raster" />
  <psc:chapter start="1:04" title="Arbeit Als KPI-Zahlenwelt" />
  <psc:chapter start="1:29" title="Soziale Medien Und Beziehungsrendite" />
  <psc:chapter start="2:21" title="Alternativen Zur Reinen Quantifizierung" />
  <psc:chapter start="3:19" title="Alltagsuebung Und Schlussgedanke" />
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    <itunes:title>Denkform: Die unsichtbare Macht des Geldes</itunes:title>
    <title>Denkform: Die unsichtbare Macht des Geldes</title>
    <itunes:summary><![CDATA[Stellen Sie sich vor: Jede Sekunde werden weltweit Waren im Wert von über drei Millionen Euro verbucht. Eine solche Zahl ist nicht nur ein Fakt, sondern eine Brille, durch die wir die Welt betrachten. Wir gehen durch die Stadt und achten auf Standortlabels, Löhne, Preise und Renditen. Plötzlich wird fast jede Frage zu einer Geldfrage: Wie komme ich zum Zug? Was kann ich monetarisieren? Was lohnt sich? Das ist die Geldmetrik als mentale Grundprogrammierung. Für SEO und Alltag bedeutet das: Gel...]]></itunes:summary>
    <description><![CDATA[<p>Stellen Sie sich vor: Jede Sekunde werden weltweit Waren im Wert von über drei Millionen Euro verbucht. Eine solche Zahl ist nicht nur ein Fakt, sondern eine Brille, durch die wir die Welt betrachten. Wir gehen durch die Stadt und achten auf Standortlabels, Löhne, Preise und Renditen. Plötzlich wird fast jede Frage zu einer Geldfrage: Wie komme ich zum Zug? Was kann ich monetarisieren? Was lohnt sich? Das ist die Geldmetrik als mentale Grundprogrammierung. Für SEO und Alltag bedeutet das: Geld und Denken hängen zusammen – und das prägt unsere Entscheidungen, unsere Identität und unser Gefühl für Wert.</p><p>Historisch wird es besonders interessant, denn dabei geht es nicht nur um Psychologie, sondern auch um Kultur- und Wissenschaftsgeschichte. Mit dem Durchbruch der Geldwirtschaft im Europa des 17. Jahrhunderts verschob sich die Mathematik vom konkreten Zählen realer Dinge hin zu abstrakten, reinen Zahlen. Infinitesimalrechnung, Koordinatensysteme und mathematische Funktionen entstanden nicht zufällig, sondern passten zu einer Welt, in der Wert beweglich, vergleichbar und berechenbar wurde. Die moderne Naturwissenschaft profitierte von dieser Abstraktion, weil sie dadurch Prozesse in Modellen und Größen erfassen konnte. Gleichzeitig lernten wir, die Wirklichkeit so zu beschreiben, als wäre sie vor allem messbar, skalierbar und optimierbar.</p><p>Heute ist diese Abstraktion im Finanzsystem auf die Spitze getrieben: Derivate, Futures und Kryptowährungen verkörpern Werte, die häufig weit von jedem konkreten Gut entfernt sind. Es geht nicht mehr nur darum, etwas zu besitzen, sondern darum, Erwartungen und Risiken zu handeln. Das steigert die Effizienz, verstärkt aber zugleich einen bestimmten Denkstil: Alles wird zum Portfolio – auch die Zukunft. Und wenn die Finanzlogik zum Maßstab wird, reduziert sich der Sinn eines Geschäfts schnell auf eine Zahl. An Suchbegriffen wie Finanzmärkte, abstrakte Werte und Geldsystem zeigt sich: Wir sind unglaublich gut im Rechnen geworden, aber deshalb nicht automatisch gut darin, zu beurteilen, was wirklich zählt.</p><p>Besonders heikel wird es, wenn wir versuchen, die Natur wie eine Bilanzposition zu bewerten. CO₂-Zertifikate, Ausgleichszahlungen für Umweltschäden und Studien zum Wert des Naturkapitals – beispielsweise Schätzungen der Weltbank – sollen Ökosystemleistungen sichtbar machen. Das kann politisch nützlich sein, weil es Verhandlungen ermöglicht. Doch die Frage bleibt: Welchen Wert hat eine intakte Landschaft, die biologische Vielfalt oder eine ausgestorbene Art tatsächlich? Geld kann nur ersetzen, was ersetzbar ist. Genau darin zeigt sich die Grenze der Monetarisierung: Es gibt Verluste, die sich nicht angemessen in Euro oder Dollar übersetzen lassen, auch wenn wir das gerne könnten.</p><p>Die Folgen erkennen wir auch bei uns selbst. Wenn Geld zur universellen Übersetzungssprache wird, sprechen wir selbst über unsere Lebenszeit als Preis pro Stunde, über die Work-Life-Balance als Rechnung und über Erfolg als Einkommen. Paradoxerweise zeigen Studien, dass ein höheres Pro-Kopf-Einkommen nicht automatisch zu mehr Glück führt. Aus neurowissenschaftlicher Sicht kommt hinzu: Schon der Gedanke an Geld kann unser Verhalten verändern – hin zu mehr Individualismus und weniger Hilfsbereitschaft. Es geht deshalb nicht um eine romantische Ablehnung von Zahlen, sondern um ein breiteres Wertesystem. Bruttonationalglück, Donut-Ökonomie und sozial-ökologische Leitplanken sind Versuche, qualitative Werte systematisch einzubeziehen.</p><p>Die zentrale Frage für das 21. Jahrhundert lautet daher: <b>Wie können wir die Effizienz des Geldes nutzen, ohne zuzulassen, dass es unser Denken kolonisiert?</b></p>]]></description>
    <content:encoded><![CDATA[<p>Stellen Sie sich vor: Jede Sekunde werden weltweit Waren im Wert von über drei Millionen Euro verbucht. Eine solche Zahl ist nicht nur ein Fakt, sondern eine Brille, durch die wir die Welt betrachten. Wir gehen durch die Stadt und achten auf Standortlabels, Löhne, Preise und Renditen. Plötzlich wird fast jede Frage zu einer Geldfrage: Wie komme ich zum Zug? Was kann ich monetarisieren? Was lohnt sich? Das ist die Geldmetrik als mentale Grundprogrammierung. Für SEO und Alltag bedeutet das: Geld und Denken hängen zusammen – und das prägt unsere Entscheidungen, unsere Identität und unser Gefühl für Wert.</p><p>Historisch wird es besonders interessant, denn dabei geht es nicht nur um Psychologie, sondern auch um Kultur- und Wissenschaftsgeschichte. Mit dem Durchbruch der Geldwirtschaft im Europa des 17. Jahrhunderts verschob sich die Mathematik vom konkreten Zählen realer Dinge hin zu abstrakten, reinen Zahlen. Infinitesimalrechnung, Koordinatensysteme und mathematische Funktionen entstanden nicht zufällig, sondern passten zu einer Welt, in der Wert beweglich, vergleichbar und berechenbar wurde. Die moderne Naturwissenschaft profitierte von dieser Abstraktion, weil sie dadurch Prozesse in Modellen und Größen erfassen konnte. Gleichzeitig lernten wir, die Wirklichkeit so zu beschreiben, als wäre sie vor allem messbar, skalierbar und optimierbar.</p><p>Heute ist diese Abstraktion im Finanzsystem auf die Spitze getrieben: Derivate, Futures und Kryptowährungen verkörpern Werte, die häufig weit von jedem konkreten Gut entfernt sind. Es geht nicht mehr nur darum, etwas zu besitzen, sondern darum, Erwartungen und Risiken zu handeln. Das steigert die Effizienz, verstärkt aber zugleich einen bestimmten Denkstil: Alles wird zum Portfolio – auch die Zukunft. Und wenn die Finanzlogik zum Maßstab wird, reduziert sich der Sinn eines Geschäfts schnell auf eine Zahl. An Suchbegriffen wie Finanzmärkte, abstrakte Werte und Geldsystem zeigt sich: Wir sind unglaublich gut im Rechnen geworden, aber deshalb nicht automatisch gut darin, zu beurteilen, was wirklich zählt.</p><p>Besonders heikel wird es, wenn wir versuchen, die Natur wie eine Bilanzposition zu bewerten. CO₂-Zertifikate, Ausgleichszahlungen für Umweltschäden und Studien zum Wert des Naturkapitals – beispielsweise Schätzungen der Weltbank – sollen Ökosystemleistungen sichtbar machen. Das kann politisch nützlich sein, weil es Verhandlungen ermöglicht. Doch die Frage bleibt: Welchen Wert hat eine intakte Landschaft, die biologische Vielfalt oder eine ausgestorbene Art tatsächlich? Geld kann nur ersetzen, was ersetzbar ist. Genau darin zeigt sich die Grenze der Monetarisierung: Es gibt Verluste, die sich nicht angemessen in Euro oder Dollar übersetzen lassen, auch wenn wir das gerne könnten.</p><p>Die Folgen erkennen wir auch bei uns selbst. Wenn Geld zur universellen Übersetzungssprache wird, sprechen wir selbst über unsere Lebenszeit als Preis pro Stunde, über die Work-Life-Balance als Rechnung und über Erfolg als Einkommen. Paradoxerweise zeigen Studien, dass ein höheres Pro-Kopf-Einkommen nicht automatisch zu mehr Glück führt. Aus neurowissenschaftlicher Sicht kommt hinzu: Schon der Gedanke an Geld kann unser Verhalten verändern – hin zu mehr Individualismus und weniger Hilfsbereitschaft. Es geht deshalb nicht um eine romantische Ablehnung von Zahlen, sondern um ein breiteres Wertesystem. Bruttonationalglück, Donut-Ökonomie und sozial-ökologische Leitplanken sind Versuche, qualitative Werte systematisch einzubeziehen.</p><p>Die zentrale Frage für das 21. Jahrhundert lautet daher: <b>Wie können wir die Effizienz des Geldes nutzen, ohne zuzulassen, dass es unser Denken kolonisiert?</b></p>]]></content:encoded>
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    <pubDate>Sat, 29 Aug 2026 18:00:00 +0200</pubDate>
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  <psc:chapter start="0:00" title="Wenn Zahlen D’Welt Steuere" />
  <psc:chapter start="0:25" title="Geld Als Mentali Grundfrage" />
  <psc:chapter start="0:48" title="Wie Geld D’Mathematik Verändert" />
  <psc:chapter start="1:21" title="Abstrakti Märkt Und Finanzwerte" />
  <psc:chapter start="1:30" title="Natur In Franken Und Limits" />
  <psc:chapter start="2:20" title="Geld Als Universelli Sprache" />
  <psc:chapter start="2:46" title="Glück, Hirn Und Alternativi Werte" />
  <psc:chapter start="3:50" title="Bewusstsein Als Erste Schritt" />
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    <itunes:title>Das Geld-Paradoxon: substanzlos, aber allmächtig</itunes:title>
    <title>Das Geld-Paradoxon: substanzlos, aber allmächtig</title>
    <itunes:summary><![CDATA[Wachstum fühlt sich oft an wie ein Reflex: Sobald die Wirtschaft stockt, wird nach «mehr» gerufen. Wir nehmen diese Selbstverständlichkeit auseinander und landen bei einer These, die gleichzeitig simpel und verstörend ist: Der Wachstumszwang könnte im Wesen des modernen Geldes stecken, nicht primär in der Gier einzelner oder im reinen Effekt von Zinsen.   Wir schauen auf den abstrakten Wert, der im Alltag als Zahl erscheint und dadurch Äpfel, Autos und Dienstleistungen scheinbar auf dies...]]></itunes:summary>
    <description><![CDATA[<p>Wachstum fühlt sich oft an wie ein Reflex: Sobald die Wirtschaft stockt, wird nach «mehr» gerufen. Wir nehmen diese Selbstverständlichkeit auseinander und landen bei einer These, die gleichzeitig simpel und verstörend ist: Der Wachstumszwang könnte im Wesen des modernen Geldes stecken, nicht primär in der Gier einzelner oder im reinen Effekt von Zinsen. <br/><br/>Wir schauen auf den abstrakten Wert, der im Alltag als Zahl erscheint und dadurch Äpfel, Autos und Dienstleistungen scheinbar auf dieselbe Skala zwingt. Dann gehen wir einen Schritt zurück: Was ändert sich, wenn Menschen existenziell vom Tausch abhängen und ein universelles Tauschmittel brauchen? Die Analyse beschreibt modernes Geld als substanzlose Funktion, als Nicht-Substanz, die Wert nicht «enthält», sondern als gesellschaftliche Form erzeugt. Genau diese Trennung zwischen Ware und Geld macht Wert virtuell und zwingt ihn, sich ständig im Kauf und Verkauf zu realisieren. <br/><br/>Spannend wird es dort, wo die soziale Realität dazukommt: Geld ist das universelle Lebensmittel, und jede Produktion kostet bereits Geld. Damit das Ganze stabil bleibt, muss im System insgesamt mehr Geld entstehen als zuvor. Aus Realisierungsdruck plus Existenzabhängigkeit wird ein permanenter Sog zu mehr Output, mehr Absatz, mehr Wirtschaftswachstum. Wenn du dich für Postwachstum, Nachhaltigkeit, Geldsystem und die Frage interessierst, ob eine Wirtschaft ohne dauerndes Wachstum überhaupt möglich ist, dann hör rein, teil die Folge und lass uns eine Bewertung da. Welche Konsequenz ziehst du aus dieser Sicht auf Geld?</p>]]></description>
    <content:encoded><![CDATA[<p>Wachstum fühlt sich oft an wie ein Reflex: Sobald die Wirtschaft stockt, wird nach «mehr» gerufen. Wir nehmen diese Selbstverständlichkeit auseinander und landen bei einer These, die gleichzeitig simpel und verstörend ist: Der Wachstumszwang könnte im Wesen des modernen Geldes stecken, nicht primär in der Gier einzelner oder im reinen Effekt von Zinsen. <br/><br/>Wir schauen auf den abstrakten Wert, der im Alltag als Zahl erscheint und dadurch Äpfel, Autos und Dienstleistungen scheinbar auf dieselbe Skala zwingt. Dann gehen wir einen Schritt zurück: Was ändert sich, wenn Menschen existenziell vom Tausch abhängen und ein universelles Tauschmittel brauchen? Die Analyse beschreibt modernes Geld als substanzlose Funktion, als Nicht-Substanz, die Wert nicht «enthält», sondern als gesellschaftliche Form erzeugt. Genau diese Trennung zwischen Ware und Geld macht Wert virtuell und zwingt ihn, sich ständig im Kauf und Verkauf zu realisieren. <br/><br/>Spannend wird es dort, wo die soziale Realität dazukommt: Geld ist das universelle Lebensmittel, und jede Produktion kostet bereits Geld. Damit das Ganze stabil bleibt, muss im System insgesamt mehr Geld entstehen als zuvor. Aus Realisierungsdruck plus Existenzabhängigkeit wird ein permanenter Sog zu mehr Output, mehr Absatz, mehr Wirtschaftswachstum. Wenn du dich für Postwachstum, Nachhaltigkeit, Geldsystem und die Frage interessierst, ob eine Wirtschaft ohne dauerndes Wachstum überhaupt möglich ist, dann hör rein, teil die Folge und lass uns eine Bewertung da. Welche Konsequenz ziehst du aus dieser Sicht auf Geld?</p>]]></content:encoded>
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    <itunes:author>Jurg Conzett</itunes:author>
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    <pubDate>Sat, 29 Aug 2026 17:00:00 +0200</pubDate>
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  <psc:chapter start="0:00" title="Warum Immer Wachstum" />
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  <psc:chapter start="4:38" title="Warum Das System Mehr Geld Braucht" />
  <psc:chapter start="6:09" title="Was Das Für Nachhaltigkeit Heisst" />
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